Die Zukunft der Augmented Reality?

AR scheint das nächste große Ding zu sein. Viele Entwicklungen laufen schon. Ein Video, das mögliche Folgen zeigt lässt mich nachdenklich werden.

Die virtuelle Realität VR hat noch nicht einmal richtig abgehoben, da steht schon die nächste Technologie in den Startlöchern.

Augmented Reality könnte eine der Technologien werden, die entweder das Leben deutlich verbessern und viele Dinge vereinfachen oder zum kompletten Alptraum werden. Leider spricht einiges auch für Letzteres. Vielleicht wird es auch beides.

Verschiedene Konzepte

In AR investieren immer mehr Firmen. Neben Microsoft, die mit der Hololens schon Hardware präsentieren konnten, investiert auch Apple und Intel in größerem Umfang in diese Technologie. Daneben gibt auch noch diverse Startup, die an eigenen Lösungen arbeiten.

Google war zwar mit der Google Glass vorn dran, aber das Konzept war weder ausgereift noch von den meisten in dieser Form erwünscht. Die „Glassholes“, also Menschen, die andere ständig unbemerkt filmen und fotografieren konnten, ließen diese Technologie sozial unerwünscht erscheinen.

Bei AR sind die Konzepte von Firma zu Firma etwas anders.

Apple

Apple hat bisher noch nichts präsentiert und auch noch keine konkreten Pläne verkündet. Aber Tim Cook betonte neulich erst in einem Interview die enorme Bedeutung von AR und das Apple in diesem Bereich ebenfalls tätig ist. Gerüchten zufolge sollen AR-Features mit der Kamera des iPhones realisiert werden und Apple soll auch an einer AR-Brille arbeiten.

Die Ausgangsposition ist nicht schlecht. Apple entwickelt selbst Prozessoren und hat mit seinen ARM-CPUs sehr schnelle Vertreter der Zunft am Start. Auch die grafische Leistungsfähigkeit dieser SOCs kann sich mehr als sehen lassen. Ob das genügt, wird man sehen.

Hololens

Microsoft hat, wie schon gesagt die Hololens am Start. Ein vollständiges System, dass schon funktioniert und auch in vielen Bereichen zu überzeugen weiß. Hierzu hat Microsoft selbst spezielle Projektoren entwickelt, so dass man nicht auf Bildschirme starren muss. Letzteres hat nämlich den Nachteil, des Doppelfokus. Man muss ja gleichzeitig den Inhalt des Bildschirms scharf sehen und die Umgebung.

Hinzu kommt bei der Hololens auch noch ein speziell entwickelter Grafik-Prozessor die HPU. Viel ist darüber nicht bekannt, aber er scheint die Darstellung der Bilder im Raum zu erleichtern. Der Nachteil des Systems ist derzeit der Preis. 3000 Dollar für die Developer-Version ist nicht gerade wenig. Dementsprechende sind die Einsatzgebiete derzeit auch eher im professionellen Bereich zu finden.

Project Alloy

Intel nennt das Ganze Mixed Reality. Das ist nicht so abwegig, da das Project Alloy eher eine VR-Brille mit eingebauter Kamera ist. Diese kann dann die Umgebung in die Darstellung auf den Displays einblenden.

Project Alloy wird als ein System entwickelt, auf dessen Basis verschiedene Anbieter VR oder MR-Brillen anbieten können. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappen. Allerdings wird sich der Einsatz einer solchen Brille auf Innenräume beschränken.

Noch weitere Entwickler

Daneben arbeiten noch weitere Firmen an AR, z.B. Magic Leap, die eine Art Wunderprodukt versprechen. Zumindest sehen die Promo-Videos sehr vielversprechend aus.

AR kann in der Zukunft sicher eine wichtige Technologie werden. Ich kann mir zahlreiche nützliche Anwendungen vorstellen. Sie kann aber auch zum Albtraum werden.

Einen solchen, zumindest für mich, hat der japanische Künstler mit Hyper-Reality gestaltet. Dabei zeigt er nicht nur den beinahe schon invasiven Charakter, den dann Werbung und zusätzliche „Informationen“ haben können. Sondern auch die Gamefikation von zahlreichen anderen Diensten und Lebensbereichen. Daneben auch gleich noch die Gefahren, die durch Hacks lauern.

Die Hinwendung zur Finanzierung von Diensten durch Werbung machen diese Variante der Zukunft leider recht wahrscheinlich.

Die Vision von Keiichi Matsuda ist vollgestopft mit Anspielungen auf die weitere Entwicklung. Ich will hier gar nicht alle diskutieren, so kann man sie selbst entdecken.

Mich zum Beispiel erinnert diese ständige Berieselung durch Musik und Bilder auch stark an den Killer in Tad Williams „Otherland“.

Wie die Technologie hier realisiert ist und ob man sie noch abnehmen kann, wird im Video nicht geklärt. Vielleicht ist alles fest eingebaut. Hat nicht Elon Musk erst vor Kurzem gefordert, dass wir alle Cyborgs werden müssen? Damit wir unseren Maschinen-Overlords nicht unnütz erscheinen vermutlich.

Schöne neue Welt.


Ein Kommentar

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